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Ist die Bibel abgeschlossen?

von Andi

Gott hat uns in der Bibel eine Sammlung von Büchern gegeben, die göttlich inspiriert sind. Wie können wir wissen, daß die Bibel mit ihren 66 Büchern abgeschlossen ist und nicht weitere Bücher hinzu gefügt werden können? Wie wäre es mit dem Katechismus der Katholischen Kirche? Oder mit den Schriften eines neuzeitlichen Propheten? Oder mit Predigten des Papstes oder des Stammapostels? Gibt es Neuoffenbarungen, die den biblischen Schriften gleichzusetzen sind? Was unterscheidet die Bibel von diesen Schriften? Ich möchte in diesem Artikel untersuchen, was die Bibel selbst dazu sagt.

Zuletzt

Im Hebräerbrief steht folgender Satz:

“Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.”

Hebräer 1, 1-2, Elberfelder Übersetzung (ELB)

Seit diesen letzten Tagen sind fast 2000 Jahre vergangen. Was bedeutet das? Der Brief ist an die Juden gerichtet, und diesen wird damit gesagt, daß die alttestamentliche Prophetie ihren Höhepunkt erreicht hat, indem Jesus Christus geredet hat. Wir können also schon mal festhalten, dass das Alte Testament abgeschlossen ist, der Herr Jesus ist als Erfüllung göttlicher Prophetie in Erscheinung getreten, ein neuer Zeitabschnitt hat begonnen.

Paulus vollendet das Wort Gottes

Die vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) und die anderen Verfasser des Neuen Testaments berichten über sein Werk und dokumentieren seine Worte. Sie entfalten die Lehre Jesu unter der Führung des Heiligen Geistes. Paulus spielt unter diesen Schriftstellern eine besondere Rolle. Er wurde ein Diener der Kirche, um das Wort Gottes zu vollenden:

“Ihr Diener (d.h. Diener der Gemeinde) bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden (wörtlich: auf ein Vollmaß zu bringen).”

Kolosser 1, 25 ELB,mit Bemerkungen von mir

Paulus war es, der das Evangelium der Gnade Gottes predigte und niederschrieb, und er erfüllte damit den Auftrag, den er vom Herrn Jesus empfangen hatte:

“Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.”

Apostelgeschichte 20, 24, ELB

Die Apostel verweisen auf ihre inspirierten Schriften

Wenn die Apostel im Neuen Testament von der letzten Zeit sprechen, stellen sie keine neuen Offenbarungen in Aussicht, sondern warnen vor falschen Lehrern, Aposteln und Propheten und verweisen auf die Schrift. Johannes schrieb:

“Sie sind aus der Welt, deswegen reden sie aus dem Geist der Welt, und die Welt hört sie. Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, hört uns; wer nicht aus Gott ist, hört uns nicht. Hieraus erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.”

1. Johannes 4, 5-6

Judas sagt:

“Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte!”

Judas 17

Paulus mahnt Timotheus:

“Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.”

2. Timotheus 3, 14-15

Und an die Thessalonicher schreibt Paulus, nachdem er von den letzten Zeiten gesprochen hat:

“Also nun, Brüder, steht fest und haltet die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief.”

2. Thessalonicher 2, 15

Schlusspunkt im Buch der Offenbarung

Das Buch der Offenbarung zieht deshalb zu Recht einen Schlußstrich unter die biblischen Bücher:

“Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen.”

Offenbarung 22, aus 18

Nun könnte man, wenn man diesen Vers liest, behaupten, dies würde nur für das Buch der Offenbarung gelten. Aber:

  1. Die Offenbarung (welche eigentlich nicht die von Johannes ist, sondern vom Herrn Jesus Christus, der sie Johannes offenbart hat) ist das letzte Buch des biblischen Kanons und auch das Buch, welches zuletzt offenbart wurde. So kann man davon ausgehen, daß dieses Buch einen Schlussstrich unter alle biblischen Bücher zieht.
  2. Hier entfaltet Gott die Geschichte der ganzen Menschheit bis zur Vollendung aller Dinge. Es ist keine weitere Prophetie notwendig. Nichts muss mehr hinzugefügt werden.
  3. Die “Qualität” bisheriger “Neuoffenbarungen” spricht eine deutliche Sprache. Keine seit 2000 Jahren hat sich als gleichwertig zur Bibel erwiesen. Meist ist die Nichterfüllung dieser Prophetien bereits Geschichte.
  4. Weitere Worte der Bibel (siehe oben) weisen auf die Vollendung der biblischen Schriften hin.

Für alle Zeit gültig

Jesus Christus sagte in seinen Endzeitreden:

“Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.”

Matthäus 24, 14

Das ist unser Auftrag, die Bibel ist unsere Autorität, und jede Predigt und Verkündigung muss sich an diesem Wort messen lassen.

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