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“Mine” findet deine Daten

von Andi
Snapshot aus Mine "Discover your digital footprint"

Persönlicher Datenschutz mit Mine

Datenschutz wird immer wichtiger. Dank eines Artikels von Israel Heute bin ich auf “Mine” gestossen. Mine findet heraus, welche Unternehmen deine persönlichen Daten haben. Du kannst dich in Mine mit deinem Google-, Windows oder Yahoo-Konto verbinden. Das Programm durchsucht dann das Internet. Du wirst überrascht sein, wo du dich schon überall mit deiner E-Mailadresse angemeldet hast. Deine persönlichen Daten sind dann dort verfügbar und werden oft an Dritte weitergegeben. Hier kommst Du zu der App: Mine-Login

Wer steckt hinter Mine?

Drei junge Israelis, Gal Ringel, Gal Golan und Kobi Nissan haben MINE gegründet. Das Programm kam vor einem Jahr in Europa auf dem Markt, wurde bereits 100.000 Mal heruntergeladen und hat über 1.300.000 Anfragen zur Löschung von Daten an 150.000 Unternehmen weltweit verschickt. Infopoint Security schreibt:

Ringel und Golan verfügen beide über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Cybersicherheit, da sie Führungspositionen in der israelischen Cyber Intelligence Unit 8200 innehatten und in der Vergangenheit bei Firmen wie Nielsen, Verizon und Microsoft tätig waren. Nissan bringt jahrelange internationale Erfahrung in der Datenanalyse und Produktstrategie von Accenture und King Digital Entertainment mit.

Quelle: Infopoint-Security.de

Was ist das Ziel von Mine?

Auf ihrer Website formulieren sie das so:

Unsere Mission ist es, einen neuen globalen Datenschutzstandard zu schaffen, bei dem Menschen ihre Daten verwalten und Online-Risiken minimieren können, ohne ihr Verhalten zu ändern. Wir überbrücken die Kluft zwischen Menschen und Unternehmen, indem wir Regelungen für jeden zugänglich machen.

Quelle: About-Seite der Website von Mine

Wie funktioniert es?

Das Programm basiert auf künstlicher Intelligenz und durchsucht in deinem Auftrag das Internet nach deinen Daten. Du meldest dich mit deinen Google- oder Windows-Zugangsdaten auf Saymineapp an, das Programm startet dann die Suche und meldet dir die betroffenen Unternehmen. Du wirst überrascht sein, so wie ich es war. Nachdem MINE dir die Firmen gezeigt hat, kannst Du die Löschung deiner Daten beantragen. Das kannst Du entweder mit dem vorgeschlagenen Text selbst machen, oder du beauftragst Mine damit, das für dich zu tun. Mine schickt dann aus deinem Google-Mailkonto die E-Mail raus (mit dem du dich bei Mine angemeldet hast) – natürlich nur, wenn du das erlaubst.

Selbsttest – es hat geklappt

Die Bedienung ist wirklich sehr einfach. Es waren bei mir zwar nur 5 Unternehmen, die mit meinem Google-Konto verknüpft waren, aber 3 davon waren mir nicht bewusst. Ich hatte dort nur mal reingeschaut, und danach nie mehr Kontakt.

Das ist die Übersichtsseite, die Du nach 30 Sekunden angezeigt bekommst:

Ergebnis einer Analyse in Mine
Ergebnis einer Analyse in Mine

Interessant wird es, wenn du dir anschaust, wo du dich mit deinem Konto schon angemeldet hast. So sieht es bei mir aus. Bei Citizengo, Hometogo und Casmundo werde ich jetzt die Löschung beantragen:

Ergebnis meiner Analyse in Mine mit den 5 erkannten Unternehmen
Ergebnis meiner Analyse in Mine mit den 5 erkannten Unternehmen

Gestern habe ich die Löschung beantragt, und heute kam schon die Bestätigung der ersten Firma (Hometogo! sehr gut!), dass meine Daten gelöscht werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Bei europäischen Firmen müsste das problemlos klappen, weil diese an die DSGVO gebunden sind.

Warum das wichtig ist

Immer öfter passiert es, dass Hacker Daten klauen. So geschehen im Mai 2020 bei EasyJet (siehe hier: Bericht Easyjet). Jedes Unternehmen, bei denen deine Daten gespeichert sind, vergrößert das Risiko, dass du auch mal dabei bist. Wenn dann dein Google-Konto betroffen ist, hat der Hacker auch gleich Zugriff auf dieses und klaut vielleicht alle deine Kontaktdaten. Deshalb bin ich froh, dass es jetzt eine Möglichkeit gibt, mit Mine persönliche Daten bei Firmen zu löschen, mit denen ich nicht mehr zusammenarbeite.

Weitere Infos

Mehr Infos über Mine für Technik-Interessierte: Artikel auf Infopoint-Security
Der Blog von Mine (Tipp: In Google Chrome öffnen und auf Deutsch übersetzen lassen): Blog

Hat dir der Tipp geholfen? Dann schreib doch deine Erfahrungen in den Kommentar.

Bildquellen

  • Mine-overview: Snapshot aus Mine
  • mine-overview-2: Snapshot aus Mine
  • Mine-logo: Snapshot von der Mine-Website

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