NAK-Katechismus: Der subtile Alleinvertretungsanspruch der Neuapostolischen Kirche
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung: Überblick und mein Anliegen
- 2. Die Lehre der NAK im Wandel
- 3. Das Kirchenverständnis der NAK: Zwischen Öffnung und Exklusivität
- 3.1 „Kirche Christi“ – Wer gehört dazu?
- 3.2 Das neue Taufverständnis der NAK seit 2006
- 3.3 Das neue allgemeine Kirchenverständnis der NAK auf Basis der Tauf-Anerkennung
- 3.4 Die neue Exklusivität: Die NAK als „sichtbare Braut Christi“
- 3.5 Entscheidend für die NAK: Die Rolle des neuapostolischen Apostelamts
- 3.6 Sieht sich die NAK selbst als exklusiv?
- 4. Was bedeutet das für andere Christen?
- 5. NAK heute: Exklusivität bleibt – nur rhetorisch entschärft
- 6. Biblischer Gegenbeweis: Die Exklusivität der NAK auf dem Prüfstand
1. Einleitung: Überblick und mein Anliegen
Meine These: Trotz der Veröffentlichung des NAK-Katechismus und der vermeintlichen Öffnung nach 2012 hält die Neuapostolische Kirche (NAK) weiterhin an einem exklusiven Heilsverständnis fest. Dieses äußert sich im fortbestehenden Alleinvertretungsanspruch des Apostelamtes und der zentralen Rolle der NAK-Sakramente.
Hintergrund: Die Neuapostolische Kirche (NAK) hat 2012 ihren ersten Katechismus veröffentlicht – ein umfangreiches Werk, das die Lehre der Kirche erstmals systematisch darstellt. Die Jahre zuvor gab es eine Vielzahl von Lehränderungen, die nur in internen Schriften formuliert waren. Nun sind sie für alle einsehbar.
Meine Geschichte: Ich selbst wurde in diese Kirche hineingeboren, war über 40 Jahre aktives Mitglied, unter anderem 15 Jahre als „Priester“, und bin 2008 ausgetreten. Mir wurde klar, dass sich die Kirche in absehbarer Zeit nicht wirklich öffnen würde. Mit etwas Abstand möchte ich kritisch hinterfragen, was sich seither wirklich verändert hat, insbesondere in Bezug auf das exklusive Kirchenverständnis.
Ziel: Eine genaue Analyse der Lehre. Dies ist entscheidend, um die Position der NAK im christlichen Spektrum zu verstehen.
Wichtig: Dabei geht es mir nicht um eine Abwertung der Menschen innerhalb dieser Kirche. Im Gegenteil: Viele neuapostolische Christen sind mir als liebe, aufrichtige, warmherzige Gläubige bekannt, die ich heute noch sehr schätze.
Mein Anliegen ist die Auseinandersetzung mit der Lehre selbst, insbesondere mit dem fortbestehenden Alleinvertretungsanspruch der NAK. Trotz aller Reformen hat die NAK weiterhin ein exklusives Heilsverständnis – in neuer Verpackung und nicht mehr so klar erkenntlich.
Mein Angebot: Lass uns ins Gespräch kommen. Wie siehst du das, nachdem du meinen Artikel gelesen hast? Melde dich gerne über die Kontaktseite oder hinterlasse einen Kommentar.
2. Die Lehre der NAK im Wandel
2.1 Der Katechismus der NAK – ein Meilenstein?
Aus biblischer Sicht beinhaltet der aktuelle Katechismus viel Wahrheit, aber durchzogen von den alten kirchlichen Lehren, die dem allgemeinen christlichen Verständnis und der Bibel widersprechen. Das exklusive Kirchenverständnis der NAK – ihr Alleinvertretungsanspruch (Exklusivität) – hat sich im Kern nicht wesentlich geändert. Für einen Außenstehenden kann es schwierig sein, dieses Lehrgebäude zu durchschauen, wenn man die Kirchensprache nicht versteht. Oberflächlich betrachtet könnte der Eindruck entstehen, die NAK wäre auf einem guten Weg, hin zu Christus und hin zu einer „ökumenefähigen“ Lehre. Deshalb ist es wichtig, die Glaubenslehre der NAK klar darzustellen, so wie sie wirklich ist und immer war.
Die wesentlichen Kritikpunkte am NAK-Katechismus (2012) sind:
- Hierarchischer Führungsanspruch: Aposteln beanspruchen dieselbe Autorität wie die Apostel der Urgemeinde.
- Sakramentale Abhängigkeit: Das Heil wird von der Wirksamkeit der NAK-Sakramente (insbesondere der Versiegelung) und der Sündenvergebung im Gottesdienst abhängig gemacht.
- Entschlafenenlehre: Die Praxis der Spendung von Sakramenten an Entschlafene gilt als unbiblisch und wird als nahe am Okkultismus kritisiert.
2.2 Lehränderungen – echte Öffnung oder nur Fassade?
Die Anerkennung der Taufe anderer christlicher Kirchen durch die NAK (ab 2006) war primär ein strategischer Schritt, um aus der „Sektenecke“ herauszukommen und die Aufnahme in die ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) zu ermöglichen. Obwohl die trinitarische Taufe anerkannt wurde, blieb der Alleinvertretungsanspruch für die Versiegelung (Empfang des Heiligen Geistes durch Apostel) als zentrales Element der Exklusivität bestehen.
Im Detail: Der frühere Leiter der NAK, Stammapostel Richard Fehr, drückte sich einmal so aus: „Wir wollen aus der Sektenecke herauskommen“. Damit initiierte er eine Reihe von Änderungen. Das Ziel war somit im Kern nicht, die Kirchenlehre näher an die biblische und allgemein anerkannte christliche Wahrheit zu führen, sondern das Außenbild zu verändern. Die Änderungen der Kirchenlehre zielten darauf hin, in die ACK als vollwertiges Mitglied aufgenommen zu werden. Das exklusive Kirchenverständnis, insbesondere das Taufverständnis, war hierzu das primäre Hindernis. Wollte ein Christ, der bereits in einer anderen Kirche getauft wurde, der NAK beitreten, musste diese Taufe erst durch einen Amtsträger der NAK „bestätigt“ werden. Nur nach dieser Bestätigung konnte anschließend durch Handauflegung eines NAK-Apostels die sogenannte Versiegelung durchgeführt werden (= „Empfangnahme des Heiligen Geistes“). Somit war klar: Die NAK hatte einen Alleinvertretungsanspruch für die vollgültige Wirksamkeit der kirchlichen Sakramente, auch der Taufe.
3. Das Kirchenverständnis der NAK: Zwischen Öffnung und Exklusivität
3.1 „Kirche Christi“ – Wer gehört dazu?
Vor 2006 definierte sich die Neuapostolische Kirche als „die Kirche Jesu Christi“ (intern nannte man es „das Werk Gottes“) und beanspruchte damit, die einzig wahre Kirche zu sein. Nach der Reform wurde die Bezeichnung „Kirche Christi“ auf die allgemeine Christenheit (alle Getauften) übertragen.
So hieß es vor dem Jahr 2006 noch in den „Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben“ (ein kleines internes Lehrwerk):
📌 „Die Neuapostolische Kirche ist die Kirche Jesu Christi gleich den apostolischen Gemeinden zur Zeit der ersten Apostel.“ (Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben, Antwort zur Frage Nr. 167)
Somit war klar, wie man die anderen Kirchen und andere Christen zu sehen hatte: als nicht vollwertig. Die Kirche Jesu Christi war die NAK.
3.2 Das neue Taufverständnis der NAK seit 2006
Das neue Taufverständnis der NAK seit 2006 erkennt die Taufe anderer Kirchen (sofern trinitarisch) an. Damit wurde ein primäres Hindernis für ökumenische Gespräche beseitigt, doch der exklusive Heilsanspruch wurde auf das Sakrament der Versiegelung verschoben, das weiterhin nur NAK-Aposteln vorbehalten bleibt.
Der Startschuss für diese Lehränderungen war der 24. Januar 2006. In einem Informationsabend durch den damals amtierenden Stammapostel Dr. Wilhelm Leber wurde die Lehre über die Taufe geändert: Die Taufe anderer Kirchen, sofern „trinitarisch“ durchgeführt, wurde anerkannt. Dies wurde von der ACK positiv aufgenommen. Man sah darin eine Öffnung der NAK und eine Abwendung von ihrem exklusiven Heilsanspruch. Doch das war nur oberflächlich – die Exklusivität besteht weiter, wie wir gleich sehen werden.
In der Veröffentlichung des Katechismus fanden die eingeleiteten Lehränderungen ihren vorläufigen Abschluss. Genau diesen Katechismus können wir nun untersuchen, um zu sehen, wie die NAK ihren Alleinvertretungsanspruch neu verpackt hat.
3.3 Das neue allgemeine Kirchenverständnis der NAK auf Basis der Tauf-Anerkennung
Verbunden mit der Anerkennung der Taufe anderer Kirchen war eine Neudefinition der allgemeinen Christenheit. Der Katechismus definiert die allgemeine Christenheit nun so:
📌 Die allgemeine Christenheit ist: „die „Versammlung derjenigen, die getauft sind, ihr Leben in der Nachfolge Christi führen und Jesus Christus als ihren Herrn bekennen.“ (Katechismus S. 67).
Wie werden Menschen zu dieser „allgemeinen Christenheit“ hinzugefügt? Hierzu heißt es:
📌 „Menschen werden durch die Taufe „in die Kirche Jesu Christi eingefügt“ und dadurch zu Christen: „Durch die Taufe wird die Erbsünde abgewaschen und der Gläubige aus der Gottesferne herausgeführt.“ (Katechismus S. 320).
Somit gab die NAK ihren Status als „Kirche Jesu Christi“ auf, da sie diese Bezeichnung an die allgemeine Christenheit abgegeben hatte. Aber wie sollte die NAK sich nun neu definieren? Was war das Existenzrecht, das Besondere der NAK? Man erfand eine „neue Exklusivität“:
3.4 Die neue Exklusivität: Die NAK als „sichtbare Braut Christi“
Die Anerkennung der Taufe anderer Kirchen war ein wichtiger Schritt, doch er schuf ein existenzielles Problem: Wenn die NAK nicht mehr die „Kirche Jesu Christi“ ist, was ist dann ihr besonderes Existenzrecht? Anstatt eine wirkliche Reform durchzuführen und auf eine Ebene mit anderen Kirchen zu treten, erfand die NAK eine neue Exklusivität.
Die NAK grenzt sich von der allgemeinen Christenheit ab, indem sie sich selbst als die „apostolische Kirche“ definiert, und zwar:
- Als apostolische Kirche und Trägerin des „geschichtlich realisierten“ Apostelamts.
- Als sichtbare Braut Christi, die exklusiv auf die Wiederkunft Christi vorbereitet wird.
- Als heilsnotwendige Institution, in der die Heilswirkungen der Sakramente und die rechte Wortverkündigung vollständig vorhanden sind.
Diese Abgrenzung erfolgt auf Basis des dritten neuapostolischen Glaubensartikels, der die NAK von der allgemeinen Christenheit abhebt:
📌“Ich glaube an den Heiligen Geist, die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ (3. Glaubensartikel der NAK)
Der Schlüssel liegt in der Unterscheidung. Die NAK versteht sich als die „apostolische Kirche“ in diesem Artikel, während die „allgemeine Christenheit“ lediglich die sichtbare, weniger vollständige Seite der Kirche Jesu Christi darstellt.
Der NAK-Katechismus stützt diese Sichtweise durch die Formulierung zur „sichtbaren und unsichtbaren Seite der Kirche“: Die sichtbare Seite sei die allgemeine Christenheit, die unsichtbare Seite sei hingegen „wahrnehmbar in den Heilswirkungen der Sakramente und des Wortes Gottes“ (vgl. Kat. S. 270). Der Kontext macht unmissverständlich klar, dass die NAK diese Heilswirkungen bei sich selbst sieht: durch die exklusive Vermittlung des Heiligen Geistes mittels Handauflegung eines NAK-Apostels. „Apostolisch“ ist demnach nicht die allgemeine Christenheit, sondern die NAK.
Sie nimmt für sich die Exklusivität des Apostelamts in Anspruch, das in der NAK als „geschichtlich realisiert“ angesehen wird. Somit bleibt die NAK die eine heilsnotwendige Institution innerhalb der Kirche Christi.
3.5 Entscheidend für die NAK: Die Rolle des neuapostolischen Apostelamts
Laut dem NAK-Katechismus üben Apostel folgende exklusive Funktionen aus:
- Wiederherstellung der rechten Sakramentsspendung.
- Verkündigung des Wortes mit erhöhter Autorität.
- Verkündigung der Sündenvergebung durch Apostel oder durch sie beauftragte Amtsträger.
- Vermittlung des Heils zur Bereitung der „Braut Christi“ (Erstlinge).
Im Detail: Nach wie vor sieht sich die NAK als „einzig wahre Kirche“, auch wenn man das heute nicht mehr so formuliert. Denn laut NAK hat nur sie lebende Apostel, die sie gleichsetzt mit den Aposteln der Urkirche, (den Jüngern Jesu und Paulus). Nur diese NAK-Apostel könnten „Sakramente recht spenden“, Sünden vergeben und das biblische Wort mit „erhöhter Autorität“ verkünden, wie es im Katechismus heißt:
📌 „Mit der Wiederbesetzung des Apostelamts ist es auch zur Wiederherstellung der rechten Sakramentsspendung gekommen. Auch hat die Wortverkündigung durch die Botschafter an Christi statt eine erhöhte Autorität; dies äußert sich besonders im Wachhalten der Gewissheit der nahen Wiederkunft Christi. Ebenso kann wieder die Sündenvergebung durch Apostel verkündigt werden.“ (Kat. S. 275)
Die Kirche Christi war also angeblich seit dem Tod der ersten Apostel im 1. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr vollständig, es fehlte ihr „das Amt und die damit verbundene rechte Sakramentsspendung sowie die rechte Wortverkündigung als wesentliche Elemente der Kirche Christi“, die nun „in der geschichtlichen Wirklichkeit erneut vollständig vorhanden“ seien (vgl. Kat. S. 276).
Hier ein paar weitere Auszüge aus dem Katechismus zum näheren Verständnis dieser theologischen Spitzfindigkeit:
📌 „Sie (die Kirche Christi) ist dort am deutlichsten wahrnehmbar, wo das Apostelamt, die Spendung der drei Sakramente an Lebende und an Tote sowie die rechte Wortverkündigung vorhanden ist. Dort ist das Erlösungswerk des Herrn aufgerichtet, in dem die Braut Christi für die Hochzeit im Himmel bereitet wird“ (Kat. S. 68-69).
Diese Passage macht die Exklusivität des Amtes unmissverständlich klar. Hier sind weitere Zitate, die dies untermauern:
📌 „Unter dem Begriff ‚Erlösungswerk des Herrn‘ versteht man im Allgemeinen die Heilstat Jesu, die abgeschlossen ist. Wird dieser Begriff hier verwendet, ist damit der Teil der Kirche gemeint, in dem die Apostel wirken und jene Heilsgaben vermitteln, die der Bereitung der Erstlinge, der Braut Christi, dienen.“ (Kat. Fußnote S. 69)
Die NAK – der Teil der Kirche, in der Apostel wirken – ist also laut NAK das „Erlösungswerk des Herrn“. Dass Christen in der „allgemeinen Christenheit“ nicht als vollwertige Christen anerkannt werden, macht folgender Absatz klar:
📌 „Die Apostel sind zu allen Völkern gesandt, sie zu lehren und zu taufen. Sie rufen alle, sowohl Nichtchristen als auch die Getauften, die an Jesus Christus glauben und ihn als ihren Herrn bekennen, dazu auf, sich mit dem Heiligen Geist taufen und auf die Wiederkunft Christi vorbereiten zu lassen.“ (Kat. S. 277)
Der letzte Satz bedeutet ganz klar: Alle Christen anderer Kirchen, Freikirchen oder sonstiger Gemeinschaften, auch wenn sie getauft sind, sollen sich von einem NAK-Apostel „versiegeln“ lassen, um in den Genuss des Heiligen Geistes zu kommen!
3.6 Sieht sich die NAK selbst als exklusiv?
Die NAK sieht sich als exklusiv, aber „ohne Alleinvertretungsanspruch“, was in einem Artikel von 2006 formuliert wird. In diesem schreibt sie dass Gott das Heil allen Menschen anbietet, und zwar im Endgericht:
📌 Im Endgericht gewährt Gott durch seinen Sohn nochmals Heil. Alle Seelen, die dann vor Gott bestehen, erlangen in der neuen Schöpfung die ewige Gemeinschaft mit Gott.“
Ich kann das nur als zynisch bezeichnen, denn im Endgericht werden laut Offenbarung 20, 11-15 diejenigen von Gott beurteilt, die nicht die Gnade von Jesus angenommen haben und deshalb nach ihren Werken beurteilt werden. Wie hoch dann die Chance ist, noch von Gott angenommen zu werden, mag jeder selbst abschätzen.
4. Was bedeutet das für andere Christen?
Die allgemeine Christenheit, auch „Kirche Christi“ genannt, besteht laut NAK aus allen Getauften, die „ihr Leben in der Nachfolge Christi führen und Jesus Christus als ihren Herrn bekennen“ (Kat. S. 67). Das ist erst einmal sehr positiv zu bewerten, da die NAK hier nicht lediglich auf eine vollzogene Taufe abhebt, sondern auf den Glauben an Jesus Christus.
Jedoch: Die NAK allein ist das „Erlösungswerk des Herrn“. Man hört immer wieder von der „Souveränität Gottes“: Gott könne auch „Ausnahmen“ bei der Heilsvermittlung machen, aber der sichere Weg sei der Weg der NAK.
Dabei wird behauptet, dass Kirche notwendig zum Christsein ist:
📌 „Ohne Kirche ist Christsein nicht möglich“ (Katechismus S. 269)
Da die Heilsvermittlung durch neuapostolische Apostel geschehen muss, um gültig zu sein, meint man damit eigentlich die NAK. Aber:
- Was ist mit gläubigen Christen in verfolgten Ländern, die keine Chance haben, sich einer Kirche anzuschließen?
- Was ist mit gläubigen Christen, die durch das Internet gläubig wurden und keinen Kontakt zu anderen Gläubigen haben?
- Was ist mit gläubigen Christen, die noch nie etwas von der NAK gehört haben und ihren Glauben in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen leben, ohne Mitglied einer Kirche zu sein?
Gemäß der Lehre der NAK ist Christsein für solche Menschen nicht möglich.
4.1 Wie sieht die Neuapostolische Kirche andere Christen?
Das exklusive Kirchenverständnis der NAK impliziert, dass nicht-neuapostolische Christen folgende Heilsgaben als unsicher ansehen müssen:
- Sündenvergebung: Nicht durch „Freisprache“ im NAK-Gottesdienst gesichert.
- Heiliger Geistes: Nicht durch das Sakrament der Versiegelung vermittelt.
- Teilnahme an der Entrückung / Wiederkunft Jesu: Geringere Hoffnung, da sie nicht zur von NAK-Aposteln vorbereiteten „Braut des Herrn“ gehören.
Ich frage mich, ob da überhaupt noch von einem Christen die Rede sein kann und muss feststellen, dass sich nach der offiziellen Lehrmeinung nichts gegenüber der alten Lehre vor 2006 geändert hat. Die Exklusivität wurde nur subtiler verpackt.
5. NAK heute: Exklusivität bleibt – nur rhetorisch entschärft
5.1 Selbstbild vs. Realität: Glaubensleben ohne Heilsgewissheit
Das innere Selbstbild vieler NAK-Mitglieder weicht oft von der offiziellen Lehre ab: Viele glauben nicht vollumfänglich an die Exklusivität und vertreten stattdessen fakisch eine Sicht, die auf Werksgerechtigkeit aufgebaut ist („Wenn man sich bemüht, wird man angenommen“). Diese Haltung, die das eigene Bemühen über die Gnade durch Christus stellt, führt jedoch zu einer fehlenden Heilsgewissheit.
Im Detail: Interessanterweise fand ich bisher wenige Mitglieder, die das exklusive Kirchenverständnis der NAK vollumfänglich glauben. Vielen ist es peinlich, darüber zu sprechen, und nur ein „harter Kern“ hat diese Lehren wirklich verinnerlicht und vertritt sie. Stattdessen vertreten viele Gläubige der NAK Sichtweisen, die stark auf Werksgerechtigkeit beruhen. „Wenn man sich bemüht, wird man von Gott schon angenommen“ scheint eine allgemeine Auffassung zu sein. Das ist die Frucht jahrzehntelanger Predigten, die das eigene „Bemühen“ zur Erlangung der Seligkeit betonten. Das Kreuz Christi tritt dabei in den Hintergrund, und die Notwendigkeit einer persönlichen Entscheidung für Jesus Christus („Bekehrung“) und ein Leben in Seiner Nachfolge lehrt man, wenn überhaupt, nur im Kontext der Nachfolge gegenüber den Aposteln der NAK und der Treue zur eigenen Kirche. Man sieht die NAK als „sichersten Weg“ mit einer realistischen Chance, von Gott angenommen zu werden, sofern man der NAK treu bleibt – eine Heilsgewissheit kennt man allerdings nicht, weil alles vom eigenen Bemühen abhängig ist.
5.2 Reaktionen innerhalb der NAK
Schon bei der Veröffentlichung des „neuen“ Kirchenverständnisses gab es dazu heiße Diskussionen (siehe im Forum des Netzwerk Apostolische Geschichte die Diskussion zum Kirchenverständnis hier). Viele haben die NAK verlassen, weil sie die Mogelpackung durchschaut haben. Andere warten immer noch auf eine wirkliche Reform. Und die meisten trösten sich mit „ihrer“ Ortsgemeinde, bei der angeblich alles in Ordnung ist. Wohlfühlen ist angesagt, und wenn das stimmt, ist die Kirchenlehre mindestens zweitrangig.
6. Biblischer Gegenbeweis: Die Exklusivität der NAK auf dem Prüfstand
Die NAK stützt ihre Lehre historisch auf umgedeutete oder aus dem Kontext gerissene Bibelstellen. Da heute die Interpretation der NAK-Apostel als letzte Autorität gilt, zeige ich anhand klarer und eindeutiger Bibelstellen, dass die Exklusivität der NAK unplausibel ist und der biblischen Wahrheit widerspricht.
6.1 Rettung allein durch Christus
Die Bibel widerlegt den Alleinvertretungsanspruch der NAK durch:
- Einziger Mittler: Jesus Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen (1. Timotheus 2, 5-6).
- Kein anderer Name: Es gibt keinen anderen Namen als Jesus, durch den wir gerettet werden können (Apostelgeschichte 4, 12).
- Gerettet aus Gnade durch Glauben: Die Rettung erfolgt durch Glauben, d.h. Vertrauen in Jesus als Retter (Epheser 2, 8).
Kein Mensch, auch kein Apostel, kann Heil vermitteln. Jesus ist der einzige Mittler (= Vermittler) zwischen Gott und den Menschen:
💚 „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als Zeugnis zur rechten Zeit.“ (1. Timotheus 2, 5-6, Luther 2017)
Kein anderer Name als Jesus kann uns retten, der Glaube an Jesus ist entscheidend, nicht an eine Kirche oder an Apostel:
💚 „Bei niemand anderem ist Rettung zu finden; unter dem ganzen Himmel ist uns Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden können.“ (Apostelgeschichte 4, 12, NGÜ)
Paulus stellt klar, wie man gerettet wird:
💚 „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ Epheser 2, 8 Luther 2017)
6.2 Versiegelung durch den Heiligen Geist – ohne Sakrament?
Im Gegensatz zur NAK-Lehre, die die Versiegelung an die Handauflegung eines Apostels bindet, lehrt die Bibel, dass der Heilige Geist wie folgt empfangen wird:
- Durch Gott selbst: Gott ist es, der uns versiegelt (2. Korinther 1, 21-22).
- Durch Glauben: Die Versiegelung erfolgt zum Zeitpunkt, als man das Evangelium hörte und gläubig wurde (Epheser 1, 13).
Heilsnotwendige Sakramente sind unbiblisch. Sie sind eine Erfindung der Kirchen und können biblisch nur schwer begründet werden.
Die NAK lehrt, dass man die „Kraft des Heiligen Geistes“ vermittelt bekommt, wenn ein NAK-Apostel einem Menschen die Hände zur „Versiegelung“ auflegt.
Zwei eindeutige Bibelstellen zeigen, dass der Heilige Geist allen Gläubigen zugesagt ist, die das Evangelium hören und glauben. Die erste Stelle ist 2. Korinther 1, 21-22. Hier schreibt Paulus, wer uns versiegelt, es ist Gott selbst. Er schreibt nicht, dass dazu eine Handauflegung notwendig ist:
💚 „Gott ist’s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat
und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. (2. Korinther 1, 21-22, Luther 2017)
Die zweite Stelle ist Epheser 1, 13, wo Paulus beschreibt, dass Menschen mit dem Heiligen Geist versiegelt werden, wenn sie das Evangelium gehört haben und gläubig geworden sind, und zwar „in Jesus“:
💚 „In ihm (= Jesus) seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist.“ (Epheser 1, 13)
Die NAK führt zur Begründung der Handauflegung eines Apostel zwei einmalige Geschehnisse an, die in der Apostelgeschichte berichtet werden. In Samarien und in Ephesus legten Apostel die Hände auf, und die Gläubigen empfingen daraufhin den Heiligen Geist. Das waren besondere geschichtliche Ereignisse, die ihren speziellen Grund hatten. Darauf bin ich in meinem Artikel zum Apostelamt eingegangen. Das Neue Testament lehrt aber nirgends die Notwendigkeit einer Handauflegung, wie man u.a. an den beiden obigen Bibelstellen erkennt. Außerdem ist es unrealistisch, dass Gott die Vermittlung des Heiligen Geistes von Apostel abhängig macht. Das hätte bedeutet, dass in der Kirchengeschichte von ca. 100 n. Chr. bis 1832 (der Ernennung neuer „Apostel“) kein Mensch den Heiligen Geist bekommen hätte, trotz Glauben an Jesus.
6.3 Gerecht durch Glauben – nicht durch Werke oder Kirchenzugehörigkeit
Die zentrale biblische Lehre von der Rechtfertigung widerspricht der Betonung sakramentaler Handlungen und Kirchenzugehörigkeit in der NAK:
- Gnade und Glaube: Die Rettung geschieht allein aus Gnade durch Glauben, nicht aus Werken (z.B. Epheser 2, 8-9).
- Keine Werke: Der Mensch wird gerecht ohne Werke des Gesetzes, allein durch den Glauben (Römer 3, 28).
Die Bibel spricht nirgendwo von der Heilsnotwendigkeit einer Kirche. Durch die Betonung auf die Taufe (egal ob Kinder- oder Erwachsenentaufe) zeigt sich schon die Bedeutung, die die NAK den sakramentalen Handlungen und daraus folgend der Institution Kirche beimisst. Das Neue Testament hingegen bezeugt an vielen Stellen eindeutig, dass Menschen durch den Glauben allein gerettet werden, ohne eigene Werke und ohne notwendige Rituale. Auch die Taufe wird bei der Beschreibung der Errettung nicht erwähnt:
💚 „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ (Epheser 2, 8-9)
Hier wird klar: Rettung ist ein Geschenk Gottes (= Gnade), das wir im Glauben annehmen – Werke spielen dabei keine Rolle. Manche zitieren Markus 16, 16, um zu beweisen, dass die Taufe doch notwendig sei („Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden.“). Im zweiten Halbsatz dieser Bibelstelle ist aber auch hier klar, dass Glaube das Entscheidende ist. Erst kommt der Glaube, dann die Taufe (was auch eine Säuglingstaufe, wie sie in der NAK stattfindet, in Frage stellt).
💚 „So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“ (Römer 3, 28)
Paulus betont, dass niemand durch das Halten von Geboten oder eigene Leistungen gerecht wird, sondern allein durch den Glauben:
💚 „Doch weil wir wissen, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.“ (Galater 2, 16)
Auch hier wird deutlich: Die Gerechtigkeit vor Gott kommt allein durch den Glauben an Jesus Christus. Diese Verse zeigen: Unsere Rettung ist ein Geschenk, das wir im Glauben annehmen dürfen – nicht durch eigene Leistung oder religiöse Handlungen.
Und das Ergebnis? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Jesus in Matthäus 7, 16-20)!
7. Fazit: Der Alleinvertretungsanspruch lebt weiter
Das Kirchenverständnis der NAK bleibt trotz aller rhetorischen Entschärfungen exklusiv, da der offizielle Katechismus die Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes und der damit verbundenen Sakramente (Versiegelung) weiterhin festschreibt. Die Anerkennung der Taufe anderer Kirchen kann als Irreführung interpretiert werden, da die NAK nach innen gerichtet den Alleinvertretungsanspruch beibehält, um sich als die heilsentscheidende „Braut Christi“ zu definieren.
Du siehst, dass mit diesem neuen Kirchenverständnis das exklusive Kirchenverständnis der NAK keineswegs gelockert ist. Im Gespräch mit Außenstehenden betonen die NAK-Apostel zwar immer, dass man nun alle getauften Christen als Kirche Christi sieht, aber entscheidend für die Beurteilung der Lehre ist der offizielle Katechismus. Der seit 2013 amtierende neue Stammapostel Jean-Luc Schneider predigt zwar vermehrt allgemeinchristliche Wahrheiten, aber er verweist auf den Katechismus als verbindliche Glaubensgrundlage. Somit gibt sich die Kirche nach außen hin ökumenisch und bleibt nach innen gerichtet weiter exklusiv wie bisher.
8. Warum ist das alles so wichtig?
Die zentrale Wichtigkeit der kritischen Auseinandersetzung mit der NAK liegt in der Heilsfrage: Da die NAK die Gabe des Heiligen Geistes an ein Ritual (Versiegelung durch NAK-Apostel) bindet, das laut Bibel nicht notwendig ist (Heiliger Geist wird beim Glauben geschenkt), wird die biblische Zusage der freien Gnade durch Christus verdeckt und die Heilsgewissheit der Gläubigen unnötig an eine Institution geknüpft.
Was, wenn der Anspruch der NAK falsch ist? Was, wenn die Apostel der NAK falsche Apostel sind, deren Handauflegung nichts bewirkt? Ich glaube fest, dass Gott den Heiligen Geist jedem schenkt, der glaubt, dass Jesus für ihn und für sie am Kreuz gestorben ist. Jesus starb stellvertretend für deine Sünde. Du darfst frei sein. Auch für einen neuapostolischen Gläubigen gilt diese Heilszusage. Vielleicht auch dann, wenn ein NAK-Apostel jemandem die Hände auflegt. Gott ist souverän, er kann alles. Aber warum sollte er die Gabe des Heiligen Geistes an ein Ritual binden, das nachweislich nicht notwendig ist? Millionen von Menschen erhalten den Heiligen Geist zum Zeitpunkt, an dem sie zum lebendigen Glauben an Jesus kommen. Noch mal ein Zitat von Paulus:
💚 „Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ (Römer 10, 9, NGÜ)
Deshalb sehe ich die Lehre der NAK als irreführend und hinderlich an. Menschen werden an Menschen und an eine Kirche gebunden, anstatt an Christus. Sie vertrauen den Lehren einer Kirche anstatt dem Wort Gottes in der Bibel. Deshalb wünsche ich mir von Herzen, dass viele Neuapostolische ihre Lehre ernsthaft anhand der Bibel prüfen und ihre Konsequenzen daraus ziehen. Gerne helfe ich dabei.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum NAK-Katechismus und Alleinvertretungsanspruch
Diese FAQ basiert auf meiner kritischen Analyse der Lehre der Neuapostolischen Kirche (NAK), wie sie im 2012 veröffentlichten Katechismus dargelegt wird.
1. Was ist die Kernaussage des Artikels in Bezug auf die Neuapostolische Kirche (NAK)?
Antwort: Die These lautet, dass die NAK trotz der Veröffentlichung des Katechismus (2012) und der rhetorischen Öffnung weiterhin an einem exklusiven Heilsverständnis festhält. Dieser Alleinvertretungsanspruch äußert sich subtil durch die zentrale Rolle des Apostelamtes, der NAK-Sakramente (insbesondere der Versiegelung) sowie dem Kirchenverständnis als Braut Christi.
2. Wenn die NAK die Taufe anderer Kirchen anerkennt, wo liegt dann der fortbestehende exklusive Anspruch?
Antwort: Der exklusive Heilsanspruch wurde auf das Sakrament der Versiegelung verschoben (Empfang des Heiligen Geistes durch Handauflegung eines Apostels). Die Heilsvermittlung wird somit den NAK-Aposteln vorbehalten.
3. Wie definiert sich die NAK heute im Verhältnis zur „allgemeinen Christenheit“?
Antwort: Die NAK definiert die „allgemeine Christenheit“ (alle Getauften) als die „Kirche Christi“ (sichtbare Seite). Sie selbst erhebt jedoch den exklusiven Anspruch, die „apostolische Kirche“ und die „sichtbare Braut Christi“ zu sein. Dadurch grenzt sie sich als die „heilsnotwendige Institution“ ab, in der die Heilswirkungen der Sakramente vollständig vorhanden sind und die „rechte Wortverkündigung“ stattfindet.
4. Welche exklusiven Funktionen beansprucht das Apostelamt der NAK laut Katechismus?
Antwort: Laut Katechismus üben die Apostel folgende Funktionen aus, die als notwendig für die Vollständigkeit der Kirche angesehen werden:
- Wiederherstellung der rechten Sakramentsspendung.
- Verkündigung des Wortes mit erhöhter Autorität.
- Verkündigung der Sündenvergebung durch Apostel oder deren Beaufftragte
- Vermittlung des Heils zur Bereitung der „Braut Christi“ (Erstlinge).
5. Wie sieht die NAK Christen, die nicht zu ihrer Kirche gehören?
Antwort: Nicht-neuapostolische Christen sind zwar Teil der „allgemeinen Christenheit“, gelten aber nicht als Teil des „Erlösungswerks des Herrn“, das exklusiv dort ist, „wo die Apostel wirken“. Ihnen wird nahegelegt, sich vom NAK-Apostel „versiegeln zu lassen“, um in den Genuss des Heiligen Geistes zu kommen.
6. Wie widerlegt die Bibel den Alleinvertretungsanspruch der NAK?
Antwort: Die Bibel bezeugt, dass Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (1. Timotheus 2, 5-6). Die Rettung erfolgt allein aus Gnade durch Glauben an Jesus als Retter (z.B. Epheser 2, 8), nicht durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche, einem Amt oder einem Sakrament.
Weiterführende Artikel
- Übersicht meiner Artikel über die Lehren der NAK
- Zum Thema passend: Ist der Stammapostel der Fels, von dem Jesus spricht?
- Der Katechismus der Neuapostolischen Kirche zum selber lesen: NAK-Katechismus
Bildquellen / Image Sources
- Neuapostolische-Kirche-exklusiv: ChatGTP
